400 Jahre Ostheimer Orgelbau - 150 Jahre Familientradition

Der Klang der Orgel fasziniert die Zuhörer seit Jahrtausenden.

Seit der Wasserorgel des Griechen Ktesibios in Alexandria im 3. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich die Orgel zur Königin der Instrumente. Ihre unerschöpflichen Klangmöglichkeiten inspirierten Organisten in allen Generationen und fanden in der Orgelliteratur Johann Sebastian Bachs einen bislang unerreichten Höhepunkt. 

In unserer Familie werden nun seit über 150 Jahren hochwertige Orgeln gebaut. Unser Ururgroßvater Johann Georg Markert schuf technisch ausgereifte mechanische Schleifladenorgeln, die dann in den kommenden Generationen durch mechanische, pneumatische und elektrische Kegelladen-Instrumente abgelöst wurden. Seit Otto Hoffmann 1945 die Werkstatt übernahm, befaßt sich unsere Werkstatt wieder vermehrt mit dem Bau der mechanischen Schleifladenorgel.

Heute übertragen wir unsere, aus einer Vielzahl von Restaurierungen gewonnenen Kenntnisse und Bauprinzipien, auf den modernen Orgelbau. Im Vordergrund aller Überlegungen steht der Klang unserer Instrumente, der von den Orgelsachverständigen so beurteilt wird:

OSV Eumann, Duisburg, zur Orgel der evang. Stadtkirche in Solingen III/40:  "Dem Orgelbaumeister gebührt ein uneingeschränktes Lob. Es ist ihm gelungen, aus vielen Einzelstimmen mit verschiedenen Klangcharakteren eine Klangsynthese zu erzielen, die Leuchtkraft mit Ausgewogenheit und Transparenz vereinigt. Jede einzelne Stimme ist liebevoll ausgestaltet. Auf diese Weise konnte eine nahezu unbeschränkte Verwendbarkeit der Stimmen in verschiedensten Gruppierungen erreicht werden. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß diese Orgel so vielseitig ausgelegt ist, daß sie Literatur verschiedenster Stilrichtungen darzustellen vermag."

Prof. Dr. Blindow, Münster, zur Orgel der evang. Kirche in Hörstel II/16: "Ohne Zweifel gehört das neue Orgelwerk zu den klangschönsten Instrumenten des Tecklenburger Landes ... die Intonation ist sehr gut gelungen .. .zahlreiche Farbkontraste ... reizvolle Kombinationen, ein strahlendes Tutti ..."

Domorganist DKM Jakob, Frankfurt, zur Orgel von St. Vitus Kriftel II/19: "... wobei die Mensuren hinsichtlich der klanglichen Integration als sehr gut zu bezeichnen sind .. .Hervorzuheben ist die ausgezeichnete Intonation der Register. Die Charakteristik der Einzelstimmen wurde wunderbar erfaßt; der Gesamtklang zeichnet sich durch ausgezeichnete Transparenz aus."

Domorganist Prof. Kaiser, Fulda, zur Orgel der Barbarakirche in Neuhof II/26: "Die Register sind charakteristisch intoniert ... sowohl von betont romantischen Klängen als auch zu klaren Mixturklängen reicht die Klangfarbenpalette des Instrumentes für die Darstellung des Großteils der vorhandenen Orgelmusik."

Reg.-Kantor Rottmann, Bad Kissingen, zur Orgel in Bad Neustadt/Mühlbach II/17: "Die Intonation ist ausgeglichen und in der Abstimmung der Einzelregister untereinander sowie auf den Kirchenraum hin außerordentlich gut gelungen. Das Instrument besitzt eine große Farbpalette, die sich durch die charakteristische Intonation der Einzelregister auszeichnet. Das Tutti ist imposant und beherrschend. Dabei wirkt der Gesamtklang rund und geschlossen. Der Orgelbaumeister hat mit großem Sachverstand und Geschick ein intonatorisches Gesamtkonzept geschaffen, das sich mit der Architektur ... und der gelungenen Gehäusegestaltung zu einem Gesamtkunstwerk vereinigt."

OSV Vogt, Brachttal-Schlierbach, zur Orgel der evang. Kirche in Buchenau I/13: "Die Mensuren sind raumbezogen angemessen und in stilistischer Hinsicht adäquat gewählt. Im Kontext einer ausgewogenen Intonation kommen die einzelnen Register bei recht trockener Raumakustik klar durchhörbar zum Tragen. Der Verschmelzungsgrad ist außerordentlich gut ... Eine kluge Mensurierung wie auch die feinfühlige Intonation tragen erheblich dazu bei, daß selbst Grundregistrierungen und Vorplenum zur Gemeindebegleitung ausreichen, wobei durch Hinzunahme von Mixtur und Oboe bei einer immerhin nur einmanualigen Orgel noch Steigerungsmöglichkeiten aufgeboten werden können ... Hörer und Spieler sind erstaunt, welche Palette vielfältiger Farben und Nuancen- vor allem im 8'-Bereich - diese verhältnismäßig kleine Orgel präsentiert."

Werner Häußner, Würzburg, zur Orgel der St. Jakobuskirche in Bad Kissingen II/27: "Die neue Hoffmann-Orgel kann mit Vorzügen aufwarten, die den Organisten die beschränkten Registriermöglichkeiten vergessen lassen dürften: die glückliche Anpassung an die wunderbar klare Akustik des Saalbaues, die bestechende Transparenz des Plenums, eine gleichmäßige Präsenz der Stimmen, lautere, elegant zurückhaltende Farben in den Haupt- und Schwellwerksregistern."

KMD Schindler, Sulzbach-Rosenberg, zur Orgel der Hauptkirche in Wilhermsdorf II/20: "Die klangliche Beurteilung des Plenums u. der Solomöglichkeiten ist untrennbar von einer einfühlsam u. gewissenhaft vorgenommenen Intonation ... Das handwerkliche Können, das intensive Hinhören und ständige Bemühen um die Findung des Reichardschen Originalklanges des Intonateurs verdient Anerkennung. Es ist gelungen, den eigenständigen, unverwechselbaren fränkischen Orgelklang zu erkennen und zu rekonstruieren."

Dr. Th. A. Peine, Hannover, zur Orgel der St. Lukas-Kirche in Fulda II/28: ".. .daß die Mensurierung der einzelnen Register aufgrund gemeinsamer Überlegungen und beidseitiger Erfahrungen ausgeführt wurde, ... daß die Intonation der Orgel dem Kirchenraum entsprechend in einem hohen künstlerisch beachtenswertem Grade ausgeführt wurde, ... daß den Inhabern und seinen Mitarbeitern höchste Anerkennung ausgesprochen werden muß ,... daß alles zusammen eben ein Orgelwerk entstehen ließ, das den Erwartungen in jeder Beziehung entspricht."


Bei der Gesamtbeurteilung der Orgel darf neben dem Klang die Orgeltechnik nicht vernachlässigt werden. Von dem Instrument erwartet man eine sehr lange und zuverlässige Funktionssicherheit von mehreren Jahrzehnten, ja sogar Jahrhunderten. Dies erfordert die Auswahl bewährter Materialien und eine sorgfältigste Bearbeitung der Vielzahl der Einzelteile, um sicherzustellen, daß die extrem hohen Anforderungen bezüglich der Lebenserwartung und Funktionsfähigkeit erfüllt werden.

Hinzu kommen die Forderungen des Organisten nach einer leichtgängigen und sensiblen Spieltraktur und gegebenenfalls modernste Computertechnik im Bereich der Registertraktur.

Aufgrund unserer fast 30-jährigen Restaurierungstätigkeit entstehen heute in unserer Werkstatt neue Orgeln, die nach klassischen Bauprinzipien erstellt werden. Die Kenntnisse, die wir durch die intensive Beschäftigung mit historischen Instrumenten gewonnen haben, werden auf unseren heutigen Orgelbau übertragen. Dabei steht nicht das Kopieren historischer Teile im Vordergrund, sondern das Erreichen von Qualitätskriterien historischer Orgeln im Bereich des Klanges, der Spielbarkeit und der Wertbeständigkeit. Orgelgehäuse, Orgelstühle, Spiel- und Registertrakturen werden aus massiven Hölzern gefertigt. Spezielle Ventilfedern, Lederpulpeten und Massivholztrakturen ermöglichen mit direkt angehängten Tasten eine sensible Spielbarkeit der Klaviaturen. 

Handwerkliche Windladen werden in klassisch gespundeter Ausführung aus luftgetrocknetem Eichenholz oder mit eingenuteten Kanzellenschieden aus mehrfach verleimten Schichtholz gefertigt. Solide, leichtgängige Registraturen werden oft als Doppelregistraturen mit elektronischen Setzern ausgerüstet. Hochwertiges Pfeifenwerk, nach traditionellen Mensuren in Metall oder Holz gefertigt und registerorientiert intoniert, prägt den individuellen Klang unserer Instrumente. Auf Tonlänge geschnittenes Pfeifenwerk gewährleistet eine stabile Stimmhaltung. Die Windversorgung erfolgt über präzise arbeitende Windladenbälge oder offene Balganlagen.

Unsere Orgeltechnik wird von den Orgelsachverständigen so beurteilt:

OSV Eumann, Duisburg, zur Orgel der evang. Stadtkirche in SolingenAnliegen der Fa. Hoffmann war es, ein in jeder Beziehung hochqualifiziertes Instrument zu schaffen. Dies bedingte die Auswahl ausschließlich hochwertiger Materialien und ihre makellose Verarbeitung. Bei der Besichtigung der Orgel war sofort zu erkennen, daß diese Qualitätsbedingungen ohne Einschränkungen erfüllt wurden ... Das Pfeifenwerk der Orgel ist eine reine Augenweide. Aus erstklassigen Hölzern und hochwertigen Zinnlegierungen ist es tadellos gefertigt ... Die Orgelbaufirma Hoffmann darf man nach dieser hervorragenden Arbeit unter die führenden Orgelbauer Deutschlands einordnen."

Prof. Dr. Blindow, Münster, zur Orgel in der evang. Kirche in Hörstel: "Das Pfeifenmaterial ist sehr gut verarbeitet ... Die Spieltraktur arbeitet leichtgängig, geräuschlos und sensibel und erlaubt dem Spieler eine variationsfähige Anschlagsart. Die Registratur ist übersichtlich angeordnet und leicht zu bedienen. Die Schleifladen, eine solide Konstruktion, werden dem Orgelwerk eine lange Dauer verleihen. Die Windversorgung ist gut und auch bei vollem Spiel stoßfrei."

Domorganist DKM Jakob, Frankfurt, zur Orgel in St. Vitus Kriftel: "Das Pfeifenwerk besticht durch tadellose Verarbeitung ... die Spiel- und Registratur zeichnen sich durch Leichtgängigkeit aus ... Wellen, Wippen und Winkel wurden in der bewährten Holzausführung angefertigt ... Das Orgelgehäuse beruht auf einer Konstruktion aus Massivholz ... Hervorzuheben ist die sorgsame Verarbeitung aller Teile."

Regionalkantor Rottmann, Bad Kissingen, zu Orgel in Bad Neustadt/Mühlbach: "Die Koppelanlage ist optimal konstruiert und geschickt reguliert, so daß auch bei gekoppelten Manualen ein überraschend leichter Tastengang dem Spiel des Organisten ausreichende Sensibilität für eine differenzierte Artikulation erhält. Der Pfarrgemeinde kann bestätigt werden, daß die Fa. Hoffmann ein Instrument von höchster Qualität geliefert hat, das in seiner künstlerischen und klanglichen Substanz eine wesentliche Bereicherung der Orgellandschaft darstellt und im Dekanat Bad Neustadt einen kräftigen Akzent setzt."

OSV Vogt, Brachttal-Schlierbach, zur Orgel in der evang. Kirche in Buchenau: "Ein Blick ins Orgelinnere zeigt, mit welch handwerklicher Sorgfalt hier gearbeitet wurde. Die einzelnen Funktionen der Spiel- und Registertraktur arbeiten ausgezeichnet ... Die schreinerische Qualität ist untadelig ... Handwerkliche Solidität und künstlerisches Einfühlungsvermögen der Fa. Hoffmann haben in der Buchenauer Orgel ein schönes und höchst lobenswertes Zeugnis ihres orgelbauerlichen Vermögens erhalten.

Heute arbeiten in einer modernen, gut ausgerüsteten Werkstatt 18 Fachkräfte, darunter vier Orgelbaumeister und drei Schreinermeister, im Orgelbau. Neben Neubauten mechanischer Schleifladenorgeln und einer großen Zahl von Restaurierungen sowie Rekonstruktionen aller Traktursysteme werden alle im Orgelbau anfallenden Arbeiten fachgerecht und zuverlässig ausgeführt. Unsere Neubauten zeichnen sich durch hochwertige Materialien, handwerklich solide und saubere Verarbeitung sowie raumangemessene Intonation des Pfeifenwerkes bei günstigen Preisen aus. Des weiteren bieten wir einen zuverlässigen und preiswerten Orgelpflegedienst an, der zur Wert- und Funktionserhaltung des Instrumentes empfohlen wird.

Eine große Zahl von Gutachten aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands bestätigen die hohe klangliche und technische Qualität unserer Instrumente. Wir sind stets darum bemüht, daß unsere Orgeln so beurteilt werden, wie dies im Jahre 1851 durch den Gerstunger Kantor J.F. Anhalt erfolgte, als er Arbeiten unseres Ururgroßvaters Johann G. Markert begutachtete und folgende Beurteilung schrieb:

"Als Resultat dieser Prüfung stellte sich also heraus, daß Markert alles leistet, was man im strengsten Sinne von einem vollkommenen Künstler in diesem Fache verlangen kann."

Für Ihr Orgelprojekt erstellen wir Ihnen gerne einen kostenlosen und unverbindlichen Kostenvoranschlag und stellen Ihnen selbstverständlich unsere Erfahrung aus allen Bereichen des Orgelbaus zu Verfügung.

Wir fertigen auch Prospekt- und Gehäusegestaltungen sowie Raummodelle.

Nutzen Sie unsere große Erfahrung zum Bau einer individuellen, klangschönen und hochwertigen Orgel!