In unserer Familie werden nun seit über 159 Jahren hochwertige Orgeln gebaut. Unser Ururgroßvater Johann Georg Markert schuf technisch ausgereifte mechanische Schleifladenorgeln, die dann in den kommenden Generationen durch mechanische, pneumatische und elektrische Kegelladen-Instrumente abgelöst wurden. Seit Otto Hoffmann 1945 die Werkstatt übernahm, befaßt sich unsere Werkstatt wieder vermehrt mit dem Bau der mechanischen Schleifladenorgel.

Heute übertragen wir unsere, aus einer Vielzahl von Restaurierungen gewonnenen Kenntnisse und Bauprinzipien, auf den modernen Orgelbau. 

Bei der Gesamtbeurteilung der Orgel darf neben dem Klang die Orgeltechnik nicht vernachlässigt werden. Von dem Instrument erwartet man eine sehr lange und zuverlässige Funktionssicherheit von mehreren Jahrzehnten, ja sogar Jahrhunderten.

Dies erfordert die Auswahl bewährter Materialien und eine sorgfältigste Bearbeitung der Vielzahl der Einzelteile, die sicherstellt, daß die extrem hohen Anforderungen bezüglich der Lebenserwartung und Funktionsfähigkeit erfüllt werden.

Hinzu kommen die Forderungen des Organisten nach einer leichtgängigen und sensiblen Spieltraktur und gegebenenfalls modernste Computertechnik im Bereich der Registertraktur. Aufgrund unserer 35-jährigen Restaurierungstätigkeit entstehen in unserer Werkstatt neue Orgeln, die nach klassischen Bauprinzipien erstellt werden. Die Kenntnisse, die wir durch die intensive Beschäftigung mit historischen Instrumenten gewonnen haben, werden auf unseren heutigen Orgelbau übertragen. Dabei steht nicht das Kopieren historischer Teile im Vordergrund, sondern das Erreichen von Qualitätskriterien historischer Orgeln im Bereich des Klanges, der Spielbarkeit und der Wertbeständigkeit. Orgelgehäuse, Orgelstühle, Spiel- und Registertrakturen werden aus massiven Hölzern gefertigt. Spezielle Ventilfedern, Lederpulpeten und Massivholztrakturen ermöglichen mit direkt angehängten Tasten eine sensible Spielbarkeit der Klaviaturen. Handwerkliche Windladen werden in klassisch gespundeter Ausführung aus luftgetrocknetem Eichenholz oder mit eingenuteten Kanzellenschieden aus mehrfach verleimten Schichtholz gefertigt.

Solide, leichtgängige Registraturen werden oft als Doppelregistraturen mit elektronischen Setzern ausgerüstet. Hochwertiges Pfeifenwerk, nach traditionellen Mensuren in Metall oder Holz gefertigt und registerorientiert intoniert, prägt den individuellen Klang unserer Instrumente. Auf Tonlänge geschnittenes Pfeifenwerk gewährleistet eine stabile Stimmhaltung. Die Windversorgung erfolgt über präzise arbeitende Windladenbälge oder offene Balganlagen.
 
Eine große Zahl von Gutachten aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands bestätigen die hohe klangliche und technische Qualität unserer Instrumente.
 
Wir sind stets darum bemüht, daß unsere Orgeln so beurteilt werden, wie dies im Jahre 1851 durch den Gerstunger Kantor J.F. Anhalt erfolgte, als er Arbeiten unseres Ururgroßvaters Johann G. Markert begutachtete und folgende Beurteilung schrieb:
 
"Als Resultat dieser Prüfung stellte sich also heraus, daß Markert alles leistet, was man im strengsten Sinne von einem vollkommenen Künstler in diesem Fache verlangen kann."
 

Werkstatt
 
Unser Werkstatt gliedert sich in folgende Bereiche:
 
1. Konstruktionsbüro
2. Verwaltungsbüro
3. Neubauwerkstatt
4. Restaurierungswerkstatt
5. Maschinenraum mit moderner Ausstattung einschl. Vierseitenhobelmaschine
6. Pfeifenwerkstatt mit Zinnhobelmaschine und Gießerei (im Aufbau)
7. Montagesaal
8. Intonierraum
10. Lackierraum
11. Holzlager
12. Kleinteilelager
13. Lagerraum
14. Sozialräume