!!! Bitte beachten Sie auch unser aktuelles Angebot an GEBRAUCHTEN ORGELN !!!
Nachdem wir die Rekonstruktion der Wender-Orgel in der Bach-Kirche zu Arnstadt - in welcher Johann Sebastian Bach mehrere Jahre als Kantor tätig war - sowie die Restaurierung der romantische Orgel der Bach-Kirche mit III/55 Registern abgeschlossen hatten, arbeiteten wir heute, unter anderem, an diesen interessanten Projekten:
Zur Zeit arbeiten wir an den Restaurierungen folgender historischer Orgeln:
Erbauer: Johann Michael Voit, Schweinfurt, 1786
Disposition: I. Hauptwerk C – d³
Bordun 16‘ (?)
Principal 8‘
Gamba 8‘
Unda maris 8‘
Flauto traverso 8‘
Bordun 8‘
Octav 4‘
Flauto dolce 4‘
Quint 3‘
Octav 2‘
Sesquialter 1 3/5‘
Mixtur 4f. 2‘
II. Oberwerk C – d³
Principal 4‘
Solicional 8‘
Piffaro 8‘
Hohlflöte 8‘
Spitzflöte 4‘
Flageolet 2‘
Quint 1 ½‘
Mixtur 3f. 1‘
Liebl. Gedackt 8‘ ( orig. Vox humana 8‘)
Pedalwerk C – c‘
Principalbaß 16‘
Subbaß 16‘
Violonbaß 8‘
Principalbaß 4‘
Violonbaß 16‘ (orig. Posaunenbaß 16‘)
Manualcoppel, Pedalcoppel
Glockenspiel C-Dur
Glockenspiel G-Dur
Tremulant
Die Orgel war ursprünglich auf Kammerton 417 Hz eingestimmt und wurde um 1890 auf 435 Hz höher gestimmt.
Im Restaurierungsabschnitt I wurde das Oberwerk (ohne Zungenrekonstruktion) restauriert.
An den weiteren Restaurierungsabschnitten wird gearbeitet.
Johann Michael Voit (1744-1819) war ein Sohn des Orgelmachers und Schweinfurter Ratsherrn Johann Rudolf Voit (1695-1768) , der bei seinem Vater
das Schreinerhandwerk erlernte und sich um 1719 dem Orgelbau zuwandte. Folgende Instrumente können nachgewiesen werden: 1728 Altenschönbach,
1729 Mainstockheim, 1720 Sennfeld, 1733 Reichenberg, 1740 Rügheim, 1747 Schwickershausen, 1748 Dittlofsroda, 1748 Ermers-hausen, 1750 Königsberg,
1752 Burgpreppach, 1756 Abtswind, 1758 Weichtungen, 1760 Wetzhausen, 1763 Schweinshaupten, 1766 Schernau, 1766 Gollhofen.
Johann Michael Voit übernahm die väterliche Werkstatt in Schweinfurt und baute Instrumente für: 1768 (1801?) Kleinlangheim, 1771 Albertshofen, 1773 Waizenbach,
1773 Gädheim, 1774 Herchsheim, 1776 Escherndorf, 1777 Obbach, 1780 Rödelsee, 1780 Schweinfurt (St. Salvator), 1786 Helmershausen, 1787 Neuses a.B.,
1790 Obereisenheim, 1792 Düllstadt, 1794 Weyer, 1805 Michelfeld, 1812 Euerfeld.
Bei der Orgel in Helmershausen mit II/26 Register, Tremulanten, zwei Glockenspielen und Zungenregistern handelt es sich um die größte und wahrscheinlich einzige
zweimanualige Orgel der voitschen Werkstatt.
Johann Michael Voit war als Bürgerhauptmann der Anführer der bewaffneten Bürger-mannschaft der freien Reichsstadt Schweinfurt und ein angesehener Bürger.
Erbauer: 1744 Paul Nordt, Nahwinden
1852 Johann Friedich Schulze, Paulinzella.
Disposition: I. Hauptwerk C – c³
Bordun ab g° 32‘
Bordun 16‘
Principal 8‘
Gambe 8‘
Hohlflöte 8‘ 1744
Gedact 8‘ 1744
Octav 4‘
Flauto dolce 4‘
Quint und Octav 3‘ + 2‘
Mixtur 5f. 2‘
II. Positivwerk C – c³
Gedact 16‘
Geigen=Principal 8‘
Salicional 8‘
Flauto Traverso 8‘
Liebl. Gedact 8‘
Geigen=Principal 4‘
Flauto Traverso 4‘
Gedact 4‘ 1744
Pedalwerk C – c‘
Violon 16‘ 1744
Subbaß 16‘ 1744
Octavenbaß 8‘ 1744
Violon 8‘
Flötenbaß 8‘
Manualcoppel, Pedalcoppel
Keilbalganlage mit 4 Bälgen aus dem Jahr 1744
Der Restaurierungsabschnitt I mit der Restaurierung des Positivwerkes
wird z.Zt. ausgeführt.
Johann Friedrich Schulze (1739 – 1858) gehört zu den bedeutendsten Orgelbauern Deutschlands. Er erbaute ca. 150 Orgeln, die z.T. an exponierten Kirchen wie z.B. im Dom zu Halberstadt, Marktkirche Halle, Dom zu Bremen, Marienkirche Lübeck standen. Schulze baute Orgeln für Polen, Rußland, Litauen, England, Amerika und Australien.
Er führte Neuerungen im Orgelbau ein, standardisierte und rationalisierte Arbeitsvorgänge.
Disposition: I. Manual C-f³
Principal 8‘
Gamba 8‘
Bordunflöte 8‘
Octave 4‘
Flauto dolce 4‘
Mixtur 3f. 2‘
II. Manual C-f³
Liebl. Gedackt 8‘
Salicional 8‘
Geigenprincipal 4‘
Pedalwerk C-d‘
Subbaß 16‘
Octavbaß 8‘
Manualcoppel, Pedalcoppel
Mechanische Kegellade,
Magazinbalg mit Handschöpfer
Die Orgel wurde im Jahr 2000 ausgebaut und eingelagert. Sie wurde in allen Teilen grundlegend restauriert und im März 2007 wieder in die renovierte Kirche eingebaut.
Die Fertigstellung der Arbeiten erfolgen im Main 2007.
Disposition: I. Hauptwerk C-a³
Principal 8‘
Gambe 8‘
Rohrflöte 8‘
Oktave 4‘
Gemshorn 4‘
Nasat 2 2/3‘
Oktave 2‘
Mixtur 3f. 1‘
Trompete 8‘
II. Schwellwerk C-a³
Quintadena 16‘
Geigenprinzipal 8‘
Soloflöte 8‘
Kleinprinzipal 4‘
Blockflöte 4‘
Traversflöte 4‘
Quinte 2 2/3‘
Waldflöte 2‘
Terz 1 3/5‘
Sifflöte 1‘
Krummhorn 8‘
Pedalwerk C-f‘
Prinzipalbaß 16‘
Subbaß 16‘
Echobaß 16‘
Oktavbaß 8‘
Choralbaß 4‘
Waldflöte 2‘
Koppeln
I/P, II/P, II/I, Super II/I, Sub II/I, Sub II, Super II
2 Freie Kombinationen, 4 feste Kombinationen, Walze
Elektrisch gesteuerte Kegel- und Taschenlade mit
fahrbarem Spieltisch
Im Bauabschnitt I wird z.Zt. die gesamte Orgelelektrik restauriert.
An der Wender-Hoffmann-Orgel der Bachkirche Arnstadt entstand diese neue CD!
In St. Bartholomäus Sulzfeld ist diese neue CD mit Regionalkantor Peter Rottmann entstanden!